Traumhafte Bildungsreise nach Italien im Rahmen von Erasmus+ 

7. – 11. November 2022

Englisch lernen in Italien: Wie passt das zusammen?
Ganz einfach: Wir schufen uns die fehlende englischsprachige Umgebung einfach selbst. 

Zielregion war die Emilia-Romagna, welche unsere elf Pioniere 2019 besuchten und worüber sie in Zusammenarbeit mit anderen Schüler*innen unserer Schule einen Reiseführer verfassten. Grundlage der Bildungsfahrt war also unser „eigener“ bilinguale Reiseführer. 
Diese Reise hatte damit einen konkreten Bezug zu unserem bereits abgeschlossenen Erasmus-Projekt „Senza limiti“ (Ziele: Spracherwerb, interkulturelle Kompetenzen), weshalb wir die restlichen Gelder des Projekts dafür verwenden konnten. Da die Bildungsfahrt von der Europäischen Union gefördert wurde, hielt sich die Kosten im überschaubaren Bereich. 

Auf dem Programm standen die Altstadt von Ferrara, die einmalige Landschaft des Po-Deltas, die christlichen Bauten in Ravenna mit den wunderschönen Mosaiken sowie Bologna mit den über 60 km langen Arkadengängen. ALLE genannten Programmpunkte sind Teil des UNESCO-Welterbes, womit es auch hervorragend zu uns als UNESCO-Projektschule passt. 

Im Bus war die Verkehrssprache Englisch – wobei sich daran ehrlicherweise vor allem die Lehrer hielten, während die Motivation bei den Schülern nach der ersten kurzen Nacht nachließ. Schön, dass diesen Spaß auch Herr Krumrey (unser Busfahrer) mitmachte, der den Sinn der Fahrt sofort verstand und während dieser viele informative Durchsagen auf Englisch machte. So gab er uns beispielsweise Infos über die Burgen in Südtirol oder die Landwirtschaft (Kiwi, Pfirsich) in Italien.
 
Die Referate zu verschiedensten Themen (z. B. Südtirol, Italienische Sprache, Sehenswürdigkeiten) bereiteten die Kinder bereits im Vorfeld vor und wurden im Bus über das Mikrofon gehalten – natürlich auf Englisch. Dabei wurden je Referat zehn neue Wörter eingeführt, welche die Assistenz auf Wortkarten zeigte und die restlichen Schüler in ein spezielles Reise-Vokabelheft notierten. Auch alle sonstigen Wörter, die wir irgendwo aufschnappten, landeten in diesem Heft. So vergrößerte sich der Wortschatz rapide und mit Hilfe der Teilüberschriften erinnert man sich später sehr gut daran, in welcher Situation man welches Wort lernte. Das erleichtert das Einprägen. Bei Langweile (z. B. im Bus) kann man die Wörter später wiederholen. Eine Lernstrategie, die hoffentlich viele Kinder fortführen, um auch außerhalb des Unterrichts den Wortschatz zu erweitern. 
 
Sämtliche Stadtführungen waren auf Englisch. Damit der Lerneffekt möglichst groß war, buchten wir keine professionelle Stadtführung, sondern gaben den Schüler*innen die wichtigsten Informationen kindgerecht selbst. Diese boten wir auch schriftlich zum Mitlesen dar, um das Einprägen der Wörter zu erleichtern. Dabei galt hinsichtlich des Informationsgehalts: Weniger ist mehr. 
Interessant, wie viele Wörter die Kinder mittlerweile verstehen, ohne sie jemals gelernt zu haben – weil sie ähnlich wie im Deutschen sind oder weil die Schüler*innen aufgrund des konkreten Bezugs erahnen können, worum es geht.
Einzig die Bootstour durch die Lagunen von Comacchio übernahm ein erstklassiger Guide, den wir von 2019 schon kannten und der sich perfekt auf das Niveau der Kinder einstellte. Sein Trick: Innerhalb von fünf Minuten die Hälfte aller Vornamen einprägen, um so die Kinder durch persönliches Ansprechen zum Mitmachen zu ermuntern.
 
Die Kinder verwendeten Englisch, wann immer dies möglich war: um sich an der Rezeption mitzuteilen, um Polizisten in Bologna nach dem Grund des großen Polizeiaufgebots zu fragen, um sich nach dem Zweck des Blumenschmucks auf dem Kopf einer Frau zu erkundigen oder um mit Passanten ins Gespräch zu kommen. 

 In Bologna interviewten die Kinder Leute, wobei es einen Fragebogen für Touristen und einen für Einheimische gab. Mangels Zeit hatten wir Lehrer nicht einmal die Gelegenheit, die Fragen vorher mit ihnen durchzugehen. Die Passanten waren so nett, dass sie sogar beim Vorlesen dieser behilflich waren. Alle Leute nahmen sich Zeit; niemand lehnte das Interview ab. Eine sehr schöne Erfahrung. Es sind vor allem einzelne Begegnungen mit Menschen, die darüber entscheiden, wie wir über ein Land und ihre Bewohner denken. Wir können nur Positives berichten. 

 Am letzten Tag besuchten wir noch die weiterführende Schule „I. C. Bernagozzi“ in Portomaggiore. Dort hielten fünf Kinder vor einer italienischen Schulklasse eine Rede über unsere Schule in Deutschland – und zwar frei, ganz ohne Stichpunkte. Natürlich auf Englisch! Im Anschluss machten wir draußen auf dem Hartplatz „Speed Dating“, d. h. jedes deutsche Kind musste sich eine Minute lang mit jedem italienischen Kind unterhalten und dabei eine interessante Information über ihn/sie notieren. Das Eis war sofort gebrochen. Bei einer anschließenden Schulhausführung lud uns der Sportlehrer spontan zu einem kleinen Basketballwettkampf ein. Während die einen Kinder spielten, suchten die anderen (dt. und it.) auf der Tribüne das Gespräch zueinander. Besser hätte es nicht laufen können. 

Nachdem uns ein paar italienische Schulkinder später noch in der Stadt in der Bar beim Mittagessen entdeckten, kamen sie sofort auf uns zu, um mit unseren Schüler*innen zu reden. Sie rannten bei der Abfahrt unserem Bus hinterher, um uns zu winken. Welch ein herzlicher Abschied an unserem letzten Tag in Italien.

Schön, dass wir die Zeit in diesen fünf Tagen maximal nutzten. Der Schulbesuch war mit Sicherheit ein Highlight in dieser Woche. Dafür nahmen wir gerne in Kauf, erst kurz vor Mitternacht zurückzukommen. Daniela, die Englisch-Lehrerin der Schule in Portomaggiore, war mir sofort sympathisch. Ich kannte sie bisher nicht; der Kontakt kam über die Deutsche Susi Kurz zustande, die dort im Kindergarten als Religionslehrerin arbeitet. 

Ich hoffe, dass dies der Start einer weiteren Zusammenarbeit in diesem Schuljahr war – gerne darüber hinaus. Vielen Dank, liebe Daniela und Susi, für dieses kurze, aber sehr herzliche, unkomplizierte und inspirierende Treffen. 

Zur Reise gab es ein 30-seitiges Begleitheft mit vielen Übungen, welches wir mangels Zeit nicht annähernd durcharbeiten konnten. Es wird die nächsten Wochen unser Schulbuch ersetzen. Gepaart mit vielen Emotionen werden sich die Wörter und grammatikalischen Strukturen hoffentlich besser einprägen.

Insgesamt hatten wir eine wunderschöne Zeit in Italien: Das Wetter war traumhaft und das Hotel lag direkt am Meer mit tollem Sandstrand, was wunderschöne Sonnenaufgänge und -untergänge sowie ausgedehnte Strandspaziergänge nachts bei Vollmond ermöglichte. Einige Kinder waren noch nie am Meer oder an einem Sandstrand. Und das Beste: Den Strand hatten wir zu dieser Jahreszeit – egal zu welcher Tages- und Nachtzeit – ganz für uns alleine. 

Das Hotel (Terme Beach Resort, Punta Marina) hatte neben der erstklassigen Lage auch noch saubere Zimmer, ein hervorragendes Frühstücksbuffet, ein überaus freundliches und hilfsbereites Hotelpersonal sowie einen Indoor-Pool zu bieten, den wir am ersten Tag gleich testeten. 
Wir speisten jeden Tag in einem anderen Restaurant und konnten aufgrund der guten finanziellen Lage den Kindern auch regionale Spezialitäten bieten, um ihnen einen Einblick in die italienische Esskultur zu geben. So lernten wir, dass die italienische Küche nicht nur aus Pizza und Pasta mit Tomatensoße besteht, sondern dass die kalte Wurtplatte und Grillfleisch genauso dazugehören wie Pasta mit Kürbisfüllung (lokale Spezialität) sowie Specknödel in Südtirol. 

Ein an sich nicht besonders schönes – aber dennoch für uns sehr besonderers Ereignis – war das Erdbeben am Mittwoch Morgen etwas südlich von uns, welches mit einer Stärke von 5,7 mittelschwer war. Da viele Kinder noch im Bett waren, konnten sie es deutlich wahrnehmen. Beim noch ausstehenden Referat „Erdbeben in Italien“ werden die Teilnehmer*innen bestimmt besonders gut zuhören.

Ich danke den drei Begleitpersonen Herrn Klein (Lehrer), Frau Klinger (Leitung oGTS) und Frau Haas, dass sie uns auf dieser Reise begleiteten. Sie alle nahmen dafür ein im Vergleich zu einer normalen Schulwoche deutlich erhöhtes Arbeitspensum in Kauf. Frau Haas, welche nicht zu unserer Schulfamilie gehört, nahm sich dafür extra Urlaub. Durch den guten Betreuungsschlüssel hatten wir Lehrer natürlich mehr Zeit zum Durchatmen und konnten uns mehr Zeit für die Kinder nehmen.

Unser Busfahrer Herr Krumrey vom gleichnamigen Busunternehmen (Prien am Chiemsee) fand sich im Nu in unser Team ein, machte fast unser komplettes Programm mit, setzte jeden (spontanen) Programmwunsch um und war aufgrund seiner langen Italienerfahrung sowie den gebotenen Informationen eine Bereicherung. Er brachte uns sicher und mit guten Nerven von A nach B. Und, ganz wichtig: Er hatte vor allem viel Verständnis für die Belange unserer Kinder. Vielen Dank hierfür!

Ein großer Dank geht an „meine“ noch sehr jungen Kinder (v. a. 11/12 Jahre), die vollständig durchhielten – obwohl es aufgrund der Corona-Pandemie teilweise die erste Reise ohne Eltern war – und dann gleich 600 km weit weg in einem anderem Land. Sie machten das Bildungsprogramm geduldig mit, zeigten sich interessiert, stützten sich gegenseitig bei Heimweh oder anderen Problemen, brachten uns Erwachsene oft zum Lachen – und das Beste: Sie ließen uns nachts schlafen. 🙂

Vielen Dank an die Eltern, die sich auf dieses Experiment einließen und uns ihre Kinder anvertrauten. 

Mein größter Dank geht an Monika Bauer von Bauer Mediendesign (Rosenheim), welche im Sommer unseren Reiseführer grafisch umsetzte und den Großteil ihrer Arbeitszeit umsonst zur Verfügung stellte – und das, obwohl es keinen Bezug zu unserer Schule gab. Sie fand unser Projekt einfach spitze. Nachdem dadurch viele Projektgelder gespart wurden, konnten wir wesentlich mehr Kindern ermöglichen, an dieser Fahrt teilzunehmen. Sie agierte im Hintergrund, ohne die Kinder zu kennen, ohne jemals ein Lächeln dieser erhalten zu haben und ohne die Fortschritte zu sehen, was stets den Motor von uns Lehrern am Laufen hält. Liebe Monika, vielen Dank hierfür. 

Es war eine einmalige Reise mit vielen Kreisverkehren (round about) und Zugbrücken (drawbridge) – zwei Wörter, die die Kinder wohl nie vergessen werden. Der Kreisverkehr, der in den Städten pro Minute mindestens einmal vorkam, eignete sich super zum Lernen der Zeiten. 

We will drive through the round about. 
We are driving through the round about. 
We drove through the round about.

Bye bye, round about! 🙂


Martina Ludsteck

Aktion für Frieden

Die SMV, die Klasse 9cM, die Bläsergruppe von Fr. Zeissl, unsere JaS Fr. Kundmüller und das Schulradio hatten eine Aktion zum Thema „Der Krieg in der Ukraine – wohin mit meinen Ängsten?“ geplant.

In der 2. Stunde um kurz nach 9 Uhr hörten alle Schüler in der Mittelschule Livemusik aus der Aula, die den Start für die Live-Radiosendung machte. Ganz nach dem Motto: „Bitte Türen und Ohren auf!“

In einer live Radiosendung wurde dann die geplante Kunstaktion erklärt, die dann in der Pause stattfinden sollte. Dafür bekamen die SchülerInnen vorab bunte Zettel. Diese konnten mit möglichen Ängsten des Einzelnen beschriftet werden und in der Pause entstand unter der Mithilfe von Hr. Klein daraus ein riesiges gemeinsames Peace-Zeichen – unser Appell für Frieden in der Welt.

Zur Friedenssendung des Schulradios geht`s hier!

UNESCO-AG baut Insektenhotel

Die Schüler unserer UNESCO AG haben gemeinsam mit Fr. Scheer und den Hausmeistern ein Insektenhotel gebaut und neben unserer Blühwiese vor dem Grundschulgebäude aufgestellt. Heute wird es mit allerlei Materialien befüllt, wie z.B. Schilfrohr, Heu oder Zapfen, die verschiedenen Insektenarten als Unterschlupf und Eiablageplatz dienen sollen. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt.


UNESCO – Weihnachtspäckchen-Aktion an der OPS

Auch dieses Jahr wurde in unserer Schule fleißig gesammelt, so dass wieder etliche Päckchen mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Kinderspielzeug in den Johanniter Weihnachtstrucker geladen werden konnten.

Die Päckchen unserer Schule werden an den Weihnachtsfeiertagen in den Norden Rumäniens gebracht. Dort erhalten Familien, die ihren Kindern den Besuch einer Schule ermöglichen, ein Paket, sozusagen als „Belohnung“. Die Schüler sollen so durch Bildung die Chance auf ein besseres Leben erhalten. Außerdem müssen sich die Familien an besonderen Aktionen beteiligen, um ein Paket der Weihnachtstrucker zu erhalten. Im vergangenen Jahr war es das Pflanzen von Bäumen, heuer das Sammeln von Plastikmüll.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern für ihr Engagement und ihre Mithilfe!

S. Scheer

 

 

 

Studienfahrt nach London der Klassen 10abM

30.9 – 7.10.2018

Vor mehr als einem Jahr begannen die Vorbereitungen für unsere einwöchige Studienfahrt nach London. Gemeinsam wurde ein abwechslungsreiches kulturelles Programm zusammengestellt und unser „Reiseenglisch“ gezielt trainiert. Um dann aber unsere Englischkenntnisse während dieser Woche wirklich anwenden zu können, und um einen echten Kontakt zu Einheimischen zu bekommen, waren wir in Kleingruppen bei ausgewählten Gastfamilien untergebracht. Dort hatten die Schüler neben den Alltagsbegegnungen auch eigenverantwortlich „Gesprächsaufträge“ zu aktuellen Themen zu bewältigen. Auf diese Weise erhielten sie sozusagen aus erster Hand landeskundliche und gesellschaftspolitische Informationen. Es kam also zu einem echten Austausch, denn auch die Gastfamilien waren sehr interessiert an uns und stellten viele Fragen. Das passt natürlich perfekt zu unserer Verpflichtung als UNESCO-Projektschule ganz besonders die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit zu fördern. Neu war in diesem Jahr, dass wir aus ökologischen Gründen nicht geflogen sind, sondern uns auf eine sehr lange Busreise (18 Stunden Fahrtzeit) begeben haben. Das war anstrengend, hatte aber den Vorteil, dass wir mobil waren und so eine englische UNESCO-Schule in Essex besuchen konnten. Vielleicht ergibt sich aus dieser Begegnung eine nachhaltiger Kontakt und Austausch… Danach ging es noch an die südenglische Küste zu einer beeindruckenden Wanderung entlang der „Seven Sisters“ (Kreidefelsenklippen nahe Eastbourne).

Neben der wertvollen Erfahrung, eine Weltstadt, ein Stückchen England und deren Bewohner kennenzulernen, erhoffen wir uns aber ganz besonders eine Verbesserung der Leistungen im Fach Englisch, um in diesem Fach einen erfolgreichen Abschluss der Mittleren Reife zu absolvieren und um danach diese Fremdsprachenkenntnisse im Berufsleben kompetent einsetzen zu können.

Eine solche Studienfahrt ist natürlich für alle eine große Investition. Trotzdem wollten wir im Sinne der Bildungsgerechtigkeit es gerade auch unseren Mittelschülern ermöglichen, eine solche wertvolle Auslandserfahrung zu machen. Die Schüler waren mit großer Begeisterung an der Planung der Finanzierung beteiligt. In verschiedenen Aktionen, wie z.B. Kuchenverkauf an den Elternsprechtagen oder mit unserer Schülerfirma, wurde gemeinsamen erwirtschaftet und so konnten Mitschüler aus unserer Klassenkasse unterstützt werden, für deren Familien es eine große Herausforderung war, die Reisekosten zu finanzieren.

M. Hoff, Klassenlehrerin 10a

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Hier nun unser Reisebericht – natürlich auf Englisch!

Class 10abM on a study trip to London

On Sunday we first met at our school and at 9pm we started the long bus drive to London. At Frankfurt the second bus driver left the bus and took the train home and our bus driver continued the journey. It was not easy to sleep in the bus, but after 2 o´clock in the morning it became very quiet in the bus. On Monday we went through Netherlands, Belgium and France. At Calais we had to show our passports at the border and the officers checked the bus. The bus got onto the ferry and we could walk around or sit in the restaurant for one and a half hours. Outside it was very windy and it was lots of fun to run on deck. We saw gulls and the White Cliffs of Dover. It was very exciting when the bus drove on left side of the street. It was the first time for our bus driver, but he did it really well. We stopped in Canterbury and visited the old city. Unfortunately the famous and very old Cathedral was very expensive and there were construction works. But we saw many lovely old houses and shops. Then we went to Bromley, a suburb in the South of London. There we met our host families and they took us to their home. Our first dinner and night in England!

On Tuesday our first day in London we met at the station at Bromley South. We took the train to Victory station and the underground to Westminster. There we went to the House of Parliament and the Elisabeth Tower (with the bell Big Ben). It was very busy and we took lots of photos. On the other side of the river Thames we could see the big London Eye. After that we visited the St. James Park and we fed lots of squirrels, ducks and geese. Then we saw the foot guards who protect the Buckingham Palace (we didn´t see the Queen). We walked to Trafalgar Square and saw Admiral Nelson on his column. 

There we took for the first time one of the famous red London double-decker busses to St. Paul´s Cathedral, the second largest church of the world. We climbed many stairs up to the Whispering Gallery and the dom.  It was very exhausting, but we had a wonderful view over London city. We saw many skyscrapers e.g. the Shard (Scherbe)! After that we went over the Millennium Bridge (we know from Harry Potter).  By underground and with very tired feet we went to the Tower of London. There we enjoyed sitting on some benches. Some of us visited the Tower Bridge. It was a great day and we were very tired.

On Wednesday we took again the train to Victoria station and went by underground to the wax figures museum Madame Tussaud´s. There we met many famous and important people like movie characters, politicians, athletes or the royal family. We took lots of photos, watched a Marvel film in 4D, went through a Star Wars exhibition and a Historical London tour. After that we needed a rest in Regent Park. We had our lunch (we got a lunch packet from our guest families every day) and fed some birds. That was very funny! The park was one of the most beautiful sights because the park was full of roses. Then we took the bus to Camden Market, one of London´s famous street markets. That was a very busy and colourful place! After that we went to Oxford Street. But we had not much time for shopping because we wanted to visit Soho and Chinatown too. In the evening we had dinner in a pub and many of us ate Fish and Chips. After that we visited the Musical “Phantom of the Opera”. We really enjoyed the actors and the music. We liked it very much and we can say Wednesday was awesome! We want to visit another musical soon…

On Thursday morning we had to start early at 8 o´clock because we visited another UNESCO school, the Anglo European School in Ingatestone (Essex). It is a very big and creative school with about 1500 students. They learn a lot of foreign languages (for example Spanish, German, Mandarin, French, Italian) and some of us spent some time in a German lesson. We gave them some Otfried Preußler books in German and English and the German teacher was very happy about this present.  After that the headteacher Mr Barrs told us about their school. He spoke about the Europe idea and the troubles because of the Brexit. We visited the school in our traditional Bavarian Dirndl and Lederhosen and everybody was interested and happy to see us. They took photos and the headmaster loved the Bavarian flag. After the visit we changed our clothes in the bus and drove to the Southern coast. We went hiking at the Seven Sisters, white cliffs, and had a beautiful view of the sea. After many ups and downs we arrived at the beach. Some of us went into the water with their feet, some collected stones. The way home was very long, many of us slept a little bit, but we had a very beautiful day.

On Friday we did our Photo Rallye in London. First we started at Victoria station, where we splitted into groups. We got exercises from our teachers and we travelled through the city by ourselves. We had to take the bus, the underground and to walk and we had to take photos of every sight. At first we said “Goodbye” to Big Ben and London Eye with two photos. We also took a photo from Admiral Nelson on Trafalgar Square. At the National Gallery we met our teachers and had to find very famous pictures. The next stop was at King´s Cross Station where we took a photo of Harry Potter´s trolley. In South Kensington we looked for the dinosaur in the Natural History Museum, but there was only a blue whale. We visited Harrods which is a very expensive department store and Covent Garden. Our last stop was at St. Paul´s, but it was very difficult for all the groups because the Central Line was closed due to strike, which made us walk about 20 minutes. Other groups had to take the bus or another underground line. After that some of the students went to the Globe Theater and watched the play “The Winter´s tale” from W. Shakespeare. It was very difficult to understand the English text, but they acted very well and it was really awesome.

The other students went to the Natural History museum and visited the dinosaur exhibition. After that we could do some last shopping in Oxford Street or Camden Market. In the evening we had our last dinner at the host families. It was a fantastic day!

On Saturday morning we had to say goodbye to our host families who took us to the meeting point at Norman Park. We talked with them every evening about daily life, school, sports, TV etc. to practice our and English and learn about the English life. So we got to know each other quite well and some of us were a little bit sad to leave them.
We took the ferry again and at Aachen we had a break. The famous dome was closed, but we were allowed to go around the old city for about two hours. The bus trip during the night was very long and exhausting. So we were very happy to arrive at school in the early morning and everybody was looking forward to his or her bed at home.

We had a great time in London and enjoyed speaking English very much….

Die OPS sammelt Schulranzen für Bulgarien

„Gebt uns eure Alten!“ – so hieß es zum Schuljahresende.

Gemeint waren natürlich alte Schulranzen, die sonst wahrscheinlich auf dem Müll gelandet wäre. Initiiert von Frau Lily Czernetz konnte jeder seinen alten, ausgedienten Schulranzen für bulgarische Kinder spenden. Insgesamt kamen so ca. 30 Schulranzen zusammen, über die sich nun Kinder sehr freuen. Damit konnten wir wieder einmal ein Zeichen für Nachhaltigkeit und den „Eine-Welt-Gedanken“ unseres UNESCO-Leitbildes setzen.

Dazu ein Kommentar von Fr. Czernetz: „Mein Einsatz resultiert daher, dass ich eine bulgarische Schwiegertochter habe und dort wirklich arme Leute gesehen habe – Zigeuner, die in der Mülltonne hängen und sich Essen suchen. Zigeuner sind dort Menschen zweiter Klasse und werden nicht vom Staat unterstützt, wie hier in Deutschland! Und ich habe mich sehr über den Erfolg gefreut!“

Aktion Stolpersteine – Die Simssee Welle trifft Städtische Mädchenrealschule

Unsere Schule wurde im Herbst vom Stephanskirchner Bürgermeister Herr Auer angesprochen, ob wir uns an dem geplanten Projekt Stolpersteine beteiligen wollen. Stolpersteine sind Erinnerungssteine (zehn mal zehn Zentimeter große Messingplatten), die im Gehweg vor dem letzten Wohnort von Opfern des Naziterrors verlegt werden und auf denen deren Name und Schicksal eingraviert sind. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat sie geschaffen und es gibt inzwischen schon über 60 000 Stolpersteine in ganz Europa. Am 16.7.2018 sollen nun Stolpersteine für Johann Vogl, der als politischer Häftling in Dachau umgebracht wurde, vor dem Kiosk in Schlossberg und für die jüdische Familie Block, die alle fünf die Deportation nicht überlebt haben, in Obernburg bei Prutting verlegt werden.

Das ist natürlich ein sehr interessantes Thema für unser Schulradioteam und passte auch perfekt zum Unterricht. Gerade hatten die 9. Klassen nicht nur die KZ-Gedenkstätte in Dachau besucht, sondern auch Jugendbücher zum Thema NS-Zeit gelesen und als Referat vorgestellt.

Herr Nowotny, der Initiator der „Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim“ nahm sich kurz vor Weihnachten Zeit, die beiden Klassen 9cM und 9dM zu besuchen. Dabei hat er nicht nur das Projekt vorgestellt, sondern auch seine ganz persönliche Geschichte und sein Anliegen erzählt. Das hat uns alle sehr berührt und nachdenklich gemacht!

Im Februar kam Herr Nowotny zu einem Interview zu uns und wir haben gemeinsam geplant, wie eine oder wahrscheinlich sogar mehrere Sendungen aussehen könnten. Im April wurde auch Herrn Auer interviewt und der Gemeinderat befürwortete die Verlegung der Stolpersteine. Am kommenden Dienstag besucht die Simssee Welle Herr Mair, den Heimatpfleger Stephanskirchen und hofft noch einige Fragen zu klären, denn wir würden gerne das Leben von Johann Vogl als kleines Hörspiel darstellen. Das bedeutet sicher noch viel Arbeit, da dazu Dialoge und Erzähltexte verfasst werden müssen. Unser Traum wäre es, wenn dieses Hörspiel an der Stelle des Stolpersteins per QR-Code zu hören wäre.

Seit diesem Freitag ist das Radioprojekt Stolpersteine noch um einen Beitrag gewachsen, denn nun soll auch etwas über die Familie Block an der Verlegungsstelle zu hören sein. Bei einem Vorbereitungstreffen kam es zum Kontakt mit Wolfgang Lentner, der in der Städtischen Mädchenrealschule in Rosenheim unterrichtet und dem das Schicksal der Familie Block ganz besonders am Herzen liegt. Bekannt wurde vor allem die Tochter Elisabeth, die bis zu ihrem Schulverbot die Mädchenrealschule besuchte und ein umfangreiches Tagebuch von 1933 – 1942 schrieb. Dieses Tagebuch ist eine wunderbare Grundlage, um Elisabeth und ihre Familie als Hörspiel wieder lebendig werden zu lassen.

Und so trafen sich drei Schulradioreporter mit Schülerinnen der Realschule, um gemeinsam Textstellen herauszusuchen und die Tagebuchausschnitte aufzunehmen. das war der Start einer sehr bewegenden und kreativen Zusammenarbeit der beiden UNESCO-Projektschule der Region.

M. Hoff

Fair Trade und Nachhaltigkeit als Thema

Im Rahmen der Projektprüfung der 10. Klassen müsse die Schüler in wenigen Tagen ein komplexe Aufgabenstellung bearbeiten. In diesem Jahr waren entsprechend unseres UNESCO-Profils Nachhaltigkeit und Fair Trade die großen Oberthemen und in diesem Zusammenhang sind diese zwei bemerkenswerte Artikel von Schülern dazu entstanden:

Was ist so schlecht an Bananen?

Zurzeit haben wir unsere Abschlussprüfung und deswegen beschäftige ich mich mit dem Thema „negative Begleiterscheinungen beim konventionellem Handel für die Produzenten“.

Egal ob als Energielieferant zwischendurch oder zum Start in den Tag; zum Glück kann man sich durch Bananen immer etwas Farbe in den grauen Alltag holen. Die gelbe gekrümmte Sehnsuchtsfrucht erfreut sich bei vielen Menschen einer großen Beliebtheit. Doch viele Leute wissen nicht, welche negativen Begleiterscheinungen sich bei einem konventionellen Handel für die Produzenten ergeben können:

Negative Auswirkungen auf die Bauern und die Umwelt

Eines der Stichworte ist das Einsetzen von Spritzmittel und Pestiziden, was nicht nur uns schadet, sondern auch den Arbeitern. Doch ohne das Einsetzten dieser Mittel ist es nicht möglich, innerhalb kurzer Zeit die Bananenproduktion anzukurbeln. Dies kann jedoch große Auswirkungen auf dem Produzenten haben, da die Arbeiter an den Bananenplantagen in ihrer eigenen Kleidung arbeiten und keinerlei Arbeitskleidung zur Verfügung haben. Das führt dazu, dass die Arbeiter die giftigen Stoffe abbekommen und sie über ihre Kleidung weiter übertragen. Häufige Folgen für die Arbeiter sind Dermatitis und Augenschädigungen, bis zur Erblindung was zur Arbeitsunfähigkeit führt und somit ein großer Verlust für Produzenten ist.

Die Bananen kommen hauptsächlich aus der Südhalbkugen, denn dort herrscht das Klima für den richtigen Anbau und Wachstum der Bananenstauden, jedoch ist es dort so heiß, dass es viele Arbeiter und Arbeiterinnen gibt, welche es nicht schaffen den ganzen Tag Bananen zu ernten. Die Bäuerinnen und Bauern müssen die Bananen mit der Hand ernten, da sie keine technisch fortgeschrittenen Geräte haben, die diese Arbeit übernehmen können.

Bananen sind gesund und lecker, jedoch, was viele nicht wissen ist, dass die Bauern in anderen Ländern, in denen das Klima für den Anbau herrscht, nicht sehr viel an dem Verkauf verdienen. Sie verdienen nur einen kleinen Teil des Geldes, welches beim Verkauf eingenommen wird und können somit ihre Familien und ihre Kinder nicht richtig davon ernähren, aufgrund von Geldmangel.

Noch dazu kommt, dass die Bananenstauden umgeschnitten werden, damit das ernten schneller vorangeht aber dadurch den Affen der Lebensraum weggenommen wird und die Produzenten müssen neue Stauden pflanzen. Außerdem werden die Bananenstauden gespritzt, damit sie schneller wachsen doch dies ist wiederum nicht gut für die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern, sowie den Konsumenten.

Anders als bei Fair Trade bekommen die Bäuerinnen und Bauern keine gemeinsamen Anschaffungen oder Fortbildungen, damit sie ihre Ernteerträge erhöhen könnten. Sie können sich außerdem keine Bildung, Gesundheitswesen oder Sonstiges finanzieren, da sie kein oder nicht viel Geld bekommen.


Konventioneller Handel mit Kakao

Was ist konventioneller Handel?

Konventioneller Handel basiert auf Angebot und  Nachfrage. Bei großer Nachfrage wird das Angebot teurer, solange bis die Ware größer als die Nachfrage geworden ist. Dann sinkt der Preis wieder. Er richtet sich also nicht nach den Bedürfnissen der Produzenten. Das heißt, auch wenn ein Kleinbetrieb lange Arbeitstage und viel gearbeitet wird, haben sie trotzdem nicht genug finanzielle Mittel, ihre Arbeiter bzw. Arbeiterinnen ausreichend bezahlen können, damit diese ihre Familie ernähren können. Derartige Umstände haben den Gedanken an fairen globalen Handel gestärkt. Das Gegenteil des konventionellen Handels ist der faire Handel. Hierbei wird versucht, den Menschen aus aller Welt denselben menschenrechtlichen Mindeststandart zu ermöglichen. Somit sollte jeder den Anspruch auf Nahrung, Kleidung, Bildung und einer Unterkunft im sozialen Umfeld haben.

Kakao

Wer Schokolade ist, denkt vielleicht über Geschmack oder Kalorien nach, jedoch nicht über die Produktion in Afrika. Von miserablen  Arbeitsumstände und Kinderarbeit wird leider viel zu selten gesprochen. Dies ist allerdings die bittere und zugleich traurige Wahrheit. Allein in Ghana und der Elfenbeinküste arbeiten ca. 11 Millionen Kinder und davon hunderttausende unter ausbeuterischen Bedingungen. Sie arbeiten mit Chemikalien und gefährlichen Maschinen. Dazu können sie nicht in die Schule gehen. Wenn sie die Möglichkeit auf Bildung haben können sie die Schule jedoch nur selten besuchen. All dies ist die Folge eines fallenden Kakaopreises. Bauern versuchen die Kosten möglichst gering zu halten, um noch eine Chance auf dem Weltmarkt zu haben, daher müssen selbst Kinder hart arbeiten.             

Wenn sie die Möglichkeit auf Bildung haben können sie die Schule jedoch nur selten besuchen. All dies ist die Folge eines fallenden Kakaopreises. Bauern versuchen die Kosten möglichst gering zu halten, um noch eine Chance auf dem Weltmarkt zu haben, daher müssen selbst Kinder hart arbeiten.            

In Zukunft sollte sich also jeder bewusst sein, unter welchen Umständen die billige Schokolade aus dem Supermarkt produziert wurde und welche Auswirkung sie auf andere Menschen hat. Wer jedoch nicht auf den Genuss verzichten möchte, kann sich seinen Kakao oder Schokoladenprodukte auch aus fairem Handel kaufen, ohne sich ein schlechtes Gewissen über das Leid der Produzenten machen zu müssen.