Schulradio europaweit -Neues Erasmus+ Projekt an der Otfried-Preußler-Schule

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union.

Von 2020 bis 2023 sind wir mit unserem Schulradioprojekt “Listen to my story – European History on schoolradio“ (Höre meine Geschichte – Europäische Geschichte im Schulradio) bei ERASMUS+ dabei.

  • Und so ging`s los:
    Schulradio europaweit – Neues Erasmus+ Projekt an der Otfried-Preußler-Schule

  • Bald gibt es die ersten Beiträge auf eTwinning und hier zu hören.
eTwinning ist die Gemeinschaft für Schulen in Europa.

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa und in dieser Funktion eine wunderbare Unterstützung, um mit Schüler*innen und Lehrer*innen aus ganz Europa in Kontakt und Austausch zu kommen. Seit 2019 ist die OPS Erasmus+ Partnerschule und mit diesem Schuljahr startete auch das Schulradioteam ein eigenes Erasmus+ Projekt.

Alles war so schön geplant, aber kaum waren die fast 160 Seiten des Erasmus-Antrags eingereicht, erreichte uns die erste Coronawelle und alle Schulen gingen europaweit in den Distanzunterricht. Damals dachten wir noch, dass bis zu unserer ersten Mobilität, dem Austauschbesuch mit den anderen vier europäischen Schulen, wieder Normalität herrschen würde. Aber beim Projektstart im September war dann schnell klar, dass im Dezember 2020 keine Schüler*innen und Lehrer*innen aus den Niederlanden, Portugal, Griechenland und Großbritannien nach Stephanskirchen kommen würden, um mit uns gemeinsam das Schulradioprojekt zu starten.

„Höre meine Geschichte – europäische Geschichte im Schulradio“ lautet unser Projektthema und wir haben vor, uns mit den Biografien und Erfahrungen von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges auseinandersetzen und dazu Hörspiele und Audioguides zu produzieren. Das gemeinsame Erinnern, das Teilen von europäischer Geschichte anhand von individuellen Lebensgeschichten, steht im Fokus des Projektes. Die großen geschichtlichen Zusammenhänge sollen in Einzelschicksalen sichtbar und als hörbare Geschichte wieder lebendig werden. In der Begegnung der verschiedenen Schulen und Nationalitäten stellt ein solches Erasmus+ Projekt ein wertvolles Stück gelebtes Miteinander in Europa dar, eine Erfahrung, die einige Schüler*innen der OPS schon im vergangenen Schuljahr im Austausch mit Italien erleben durften.

Statt uns gegenseitig zu besuchen, konnten wir uns aber bisher in unserem neuen Erasmus+ Team nur online kennenlernen. Die Schüler*innen haben kurze Audios oder Videos aufgenommen und damit sich und ihre Schule auf der europäischen Schulplattform eTwinning vorgestellt, natürlich alles auf Englisch und im Distanzunterricht überwiegend am eigenen Computer. Im Moment gestalten alle Teams ein Logo und einen Jingle für das gemeinsame Online-Radio, über die dann in einer Online-Umfrage abgestimmt werden. Ein Schüler hat auch schon Tutorials extra aufgenommen, um unseren Partnern die Handhabung des Audioschnittprogramms zu erklären. Der Umgang mit den Medien hätte natürlich im Dezember live bei uns im Schulhaus eingeführt werden sollen. In Zusammenarbeit mit dem BR war und ist ein eigener Workshop für alle Teams geplant. Neben dem journalistischen Handwerkszeug steht aber vor allem die Erinnerungskultur im Mittelpunkt der ersten Mobilität. Wir werden unseren Gästen die Lebensgeschichten der Menschen, für die in unserem Schulsprengel Stolpersteine verlegt wurden, vorstellen und in der Gedenkstätte Dachau gemeinsam weitere Biografien des Gedächtnisbuches der ehemaligen Häftlinge des KZ Dachau kennenlernen.

Bis zu diesem ersten Austauschbesuch arbeitet unser Schulradioteam „alleine“ an einem Hörspiel zur Biografien der Familie Kohn, einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Rosenheim, die ab 1937 emigrieren musste. Anfangs konnten wir noch zur Recherche in Zweiergruppen ins Rosenheimer Stadtarchiv fahren – eine aufregende Erfahrung in originalen Dokumenten aus dieser Zeit zu lesen, aber in der zweiten Homeschooling-Phase musste dann alles am PC erledigt werden. So lernten wir, wie man in großen Online-Archiven, wie z.B. den Arolsen Archives, Dokumente anfordert oder wie man online auf MS Teams gemeinsam an den Hörspieldialogen schreiben kann. Für die Interviews mit den Angehörigen des Musikers Franz Kaufmann, der die Konzentrationslager Dachau und Sachsenhausen überlebt hat, haben wir es sogar geschafft über eine Online-Konferenz Aufnahmen zu machen. Für die beteiligten Schüler*innen ist ein solches Zeitzeugeninterview eine sehr bewegende Erfahrung.

Jetzt hoffen wir, dass wir uns bald auch mit den anderen Schulen über diese Erfahrungen austauschen können und beispielsweise über deren Geschichten von Widerstandskämpfer in den besetzten Niederlanden oder Fluchthelfer im damals neutralen Portugal erfahren. Ob virtuell oder hoffentlich im nächsten Schuljahr in Präsenz, sicher ist, dass dieser Austausch in der Brückensprache Englisch stattfinden wird. Das ist dann die nächste Herausforderung unseres Erasmus+ Projekts „Listen to my story – European History on schoolradio“.

Michaela Hoff, Klassenlehrkraft und Leitung der Schulradio AG

Erasmus-Projektwoche in der Klasse 6a

„Grenzenlos – Senza limiti“ – so heißt unser ursprünglich auf knapp zwei Jahre ausgelegtes Austauschprojekt mit unserer italienischen Partnerschule in Argenta in der Nähe von Ferrara. Im letzten Schuljahr hatten wir großes Glück: Unsere zwei geplanten Aktivitäten (Besuch in Italien und Gegenbesuch der Italiener) konnten wir gerade so durchführen, denn unsere italienischen Gäste reisten vor ca. einem Jahr direkt in den Lockdown, der in Italien früher begann als bei uns in Deutschland.
Auch in diesem Schuljahr waren mehrere Austauschaktivitäten geplant; aktuell wären die Italiener gerade zu Besuch an unserer Schule. Wir, also die Klasse 6a, holten uns trotzdem etwas Italien zu uns nach Hause, indem wir uns eine Woche lang intensiv mit dem Land unserer Partnerschule beschäftigten. Auf dem Programm standen viele Referate mit bekannten Themen, wie z.B. Rom, Pompeji, die Vulkane Ätna und Vesuv, aber auch unsere Partnerregion wurde genauer unter die Lupe genommen, indem wir uns mit den Städten Ferrara, Ravenna und Bologna sowie dem Po-Delta beschäftigten.
Höhepunkt eines jeden Tages war das gemeinsame Kochen, welches nur möglich war, weil wir das ursprünglich für die Woche vor den Osterferien geplante Projekt spontan vorzogen; hier ist Online-Unterricht nämlich Voraussetzung. Gekocht bzw. gebacken wurden Panna Cotta, Tomatensuppe, Italienischer Nudelsalat, Gemüse-Lasagne, Pizza und Tenerina – ein Schokoladenkuchen, welcher uns während unseres Aufenthalts in Ferrara oft begegnete. Der Kochkurs wurde auf Englisch gehalten, um hier unsere Kenntnisse zu verbessern – übrigens ein sehr wichtiges Ziel unseres Erasmus-Projektes. Wörter wie „sieve“, „baking tray“, „stir“, „rolling tin“ oder „fry“ sind mittlerweile allen Kindern ein Begriff. Überhaupt haben sich die Schüler super geschlagen: Egal, wie ungenau die Angaben zu Zutaten und Mengen auch waren: Sie rechneten alles blitzschnell um und waren überhaupt sehr experimentierfreudig; sogar die Backpulver-Pizza schmeckte mangels Hefe.
Ein großes Lob geht auch an die Schülereltern, die nicht nur dankbare Abnehmer der ganzen Köstlichkeiten waren, sondern auch die Zutaten besorgten, stets ein Auge auf Ofen und Herd hatten oder manche Rezepte gleich im Vorfeld so anpassten, dass der Hausfrieden aufgrund unbeliebter Zutaten bloß nicht schief hing.
Fr. Ludsteck

Erasmus+ – Das erstes Projektjahr neigt sich dem Ende zu

Wir hatten Glück. Beinahe wäre das erste Jahr unseres Erasmus-Projektes der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, denn ursprünglich war der Gegenbesuch der Italiener im März 2020 geplant. Nachdem sich in diesem Monat allerdings kein Termin fand, pochten die sonnenverwöhnten Italiener auf Ende März/Anfang April; Herr Burggraf lehnte aufgrund unseres vollen Kalenders jedoch ab und rettete damit den Besuch unserer Freunde aus Italien.

Begrüßung am Rosenheimer Bahnhof

Am 9. Februar war es dann endlich so weit: Mit blau-weißen Luftballons, Willkommensplakaten und musikalischer Begleitung auf der Ziach (Andi aus der 9cM) erwarteten wir unsere Gäste am Bahnhof in Rosenheim. Frau Landendinger und ihr Schüler waren die einzigen, die sich an die vereinbarte bayrische Kleiderordnung hielten. Der Puls schoss kurz vor der Ankunft in die Höhe, hatten wir vier Monate vorher doch am eigenen Leib erfahren, wie stressig Zugfahren mit Kindern ist, deren Gepäck gefühlt dreimal so schwer ist wie ihre kleinen Besitzer. Umso erleichterter waren wir, als alle ausgestiegen waren und wir uns endlich in die Arme fallen konnten. Nach einem Gruppenfoto war der Spuk auch schon vorbei und die italienischer Kinder, die eine lange Reise hinter sich hatten, wollten nur noch heim zu ihrem Gastfamilien. Verängstigte Blicke wie im Oktober bei der Ankunft in Italien konnten wir nicht vernehmen. Die italienischen Lehrerinnen übernachteten sehr zentral im B&B Hotel direkt in der Nähe des Bahnhofs.

Kurz nach der Ankunft war klar, dass am Montag, den 10. Februar 2020, wegen Orkantief „Sabine“ die Schule ausfallen würde. Vor allem für die jüngeren italienischen Schüler war das sicherlich nicht leicht, gleich zu Beginn des Aufenthalts einen kompletten Tag ohne ihre italienisch sprechenden Landsleute verbringen zu müssen. Alessio Rizzo und Ombretta Crivellaro waren nicht unbedingt erfreut über diese Meldung, hatten aber auch nicht lange Zeit darüber nachzudenken, da einige Minuten später die nächste Nachricht folgte: Bombenfund im Bahnhofsviertel. Bis Mitternacht saß ich daher mit den beiden Lehrerinnen im Flötzinger Bräustüberl fest.

In der ersten Woche unserer zweiwöchigen Begegnung fand Englischunterricht in landesgemischten Kleingruppen statt, die hauptsächlich von unseren muttersprachlichen Lehrkräften Denise Herzog und Marcel Breil – beide ursprünglich aus Kanada – unterrichtet wurden. Ebenso gab es sehr aktivierende und handlungsorientierte Unterrichtseinheiten seitens unserer eigenen Lehrer und Schüler, welche vor allem dazu dienten, den italienischen Gästen unser Schulleben näher zu bringen.

In der zweiten Woche machten wir Ausflüge in die Umgebung gespickt mit vielen Informationen, welche die Italiener hoffentlich für die Erstellung des Reiseführers über den Chiemgau brauchen können. Dieser soll am Ende nämlich das Produkt unseres Projektes werden. Wir schreiben über die Emilia-Romagna, die Italiener über unsere Region – natürlich in Zusammenarbeit und unter Verwendung der englischen Sprache.

Ausführliche Informationen über unser Projekt findet Ihr auf unserer „Twinspace“ – einer Art Homepage auf eTwinning:

https://twinspace.etwinning.net/95953

Den (fast fertigen) Teil über den Besuch in Deutschland verfassten übrigens die  italienischen Lehrerinnen, was uns indirekt zeigt, was ihnen besonders gefiel.

Insgesamt darf ich auf ein sehr stressiges, aber auch sehr aufregendes Jahr zurückblicken. Ich lernte (teils sehr junge!) Kinder kennen, welche in hohem Maße offen und begeisterungsfähig für diese Idee „Schüleraustausch“ waren. Alter, Bub, Mädl, Hobbys des Partners egal – Hauptsache dabei sein. Diese Motivation unser Kinder und ebenso ihrer Eltern war in jeder Hinsicht ansteckend. Die Atmosphäre an den Elternabenden war großartig; es herrschte „Aufbruchstimmung“. In Italien lösten wir gemeinsam so manche Probleme, bekämpften mit allen Tricks erfolgreich aufkommendes Heimweh und fuhren am letzten Tag vollzählig zurück – ein Umstand, an dem vor Abreise angesichts des Alters unserer Kinder und der Länge des Aufenthalts so mancher gezweifelt hatte. Auch vor und während des Gegenbesuchs im Februar waren unsere Kinder und Eltern hoch motiviert. Am Ende natürlich auch müde – aber das ist normal. 🙂

Egal, wie es für jeden Einzelnen lief: Ich bin mir sicher, dass alle Beteiligten –  allen voran aber die Erasmus-Schüler selbst – an ihren Erfahrungen gewachsen sind. Gefühlt waren alle Kinder nach Italien ein paar Zentimeter größer. 🙂

Der Erfolg dieses ersten Projektjahres war nur möglich, weil sowohl Schulleitung, Kollegium als auch Angehörige der Schulfamilie geschlossen hinter dem Projekt stehen und dieses zu jeder Zeit unterstützten. Dieser Rückhalt tut gut und ich bin Euch unglaublich dankbar dafür. Die Liste der Beteiligten ist lang und zeigt, dass es sich nicht nur um einen kurzen Ausflug nach Italien mit Gegenbesuch handelt, sondern um ein umfangreiches, zweijähriges Projekt unter Verfolgung eines bestimmten Ziels (Verbesserung der interkulturellen Kompetenz) und unter Einbeziehung der gesamten Schulfamilie.

Schulleitung Tag(e) der offenen Tür fürErasmus-Angelegenheiten
Frau Landendinger Projektskizze Begleitperson in Italien Organisation Auftaktveranstaltung im September   Planung und Durchführung des Gegenbesuchs im Februar, u.a.: Organisation der Stadtführung in München Organisation der Unterrichtseinheit „Volkstanz“ Organisation der Abschlussfeier
Frau Hoff umfangreiche Projekt-Berichterstattung (AG Schulradio) Übernahme der 9cM während Frau Landendingers Italienbesuch Besorgung von Präsentations-Materialien für Italienbesuch   Planung und Durchführung des Gegenbesuchs im Februar, u.a.: Organisation Stadtführung Rosenheim „Von Schülern für Schüler“ Organisation Ausflug zum Chiemsee Organisation der fair gehandelten Projekt-T-Shirts Unterrichtseinheit „Schnupperkurs AG Theater“ Planung der Unterrichtseinheit „Schulhausrallye“ Organisation der Presse bei der Abschlussfeier
Frau Schlüter Projektskizze Organisation Auftaktveranstaltung im September   Planung und Durchführung des Gegenbesuchs im Februar, u.a.: Organisation Führung Lokschuppen Organisation Ausflug zur Kampenwand Planung der Unterrichtseinheit „Schulhausrallye“ Organisation der Abschlussfeier
Hausmeister Franz & Franz Technik und Bestuhlung bei Feiern Unterstützung von Frau Zangerl
Frau Zangerl Verköstigung (Auftaktveranstaltung, Abschlussfeier, Mittags-verpflegung, Bayrisches Frühstück), Dekoration
Frau Kienzl Schüler der 8./9. Klassen Erstellen von Info-Flyern für unser Erasmus-Projekt
Herr Klein Grafische Umsetzung und Gestaltung unseres Projektlogos Unterrichtseinheit T-Shirt-Druck während Gegenbesuch
Herr Riedl Planung und Durchführung der Unterrichtseinheit „Floorball“
MS-Lehrer Aufnahme und Betreuung meiner Schüler während meiner Abwesenheit, Entbehren und Unterstützen der teilnehmenden Erasmus-Schüler, Akzeptieren von „Störungen“ im regulären Betrieb
Schüler der Mittelschule Stadtführung in Rosenheim auf Englisch mit Frau Hoff: Kathi, Jasmin, Kilian, Anja und Luisa aus der 9dM   Musikalische Begleitung auf der Ziach am Bahnhof: Andi aus der 9cM   Unterrichtseinheit „Volkstanz“ mit Frau Landendinger: Andi M. 9cM, Martin H. 9dM Katrin L., Ronja, Marina Z., Alex aus der 10M Maximilian E. und Jakob E. aus der 5a   Projekt-Berichterstattung mit Frau Hoff (AG Schulradio): Schüler aus den Klassen 6 bis 9.   Schuhplattl-Auftritt bei der Abschlussfeier im Februar: Maximilian E. und Jakob aus der 5a   Entwurf eines Projektlogos mit Frau Schlüter im Herbst: Schüler der 7cM   Gestaltung von Postern über den Chiemgau für Italienbesuch: Schüler der Klassen 5a und 5b   Mithilfe beim T-Shirt-Druck mit Herrn Klein: Simon H. und Marlene S. aus der 9b   Erstellen von Flyern für unser Erasmus-Projekt mit Frau Kienzl: Magdalena G. 8cM, Magdalena L. 9a, Hussein B. 9dM, Daniela B. 9dM, Luisa S. 9dM,  Jasmin M. 9dM   Dekoration der Mensa und des Hausaufgabenraumes mit Frau Schlüter: Schüler der 10M und 5a   Bereitstellen von Materialien für die Unterrichtseinheit „Dinosaurier“ David aus der 7a   Durchführung der Unterrichtseinheit „Floorball“ mit Herrn Riedl: Schüler der Floorball-AG
Frau Lauer Frau Pape Frau Kothlow & Frau Christl Erstellen von Briefen und Bildern für italienische Grundschul-klassen vor unserer Reise nach Italien
Frau Kirschner Herr Kotter Frau Kirmeier Frau Lauer alle Grundschulklassen Organisation und Gestaltung der Begrüßungsfeier in der Grundschule im Februar (musikalische Begleitung, Gesang)
Frau  Lauer Herr Kotter Gestalten je einer Unterrichtseinheit für Italiener
Kathi Prüller, 9dm (Kathi Prüller) Rede zur Begrüßung der Italiener auf Englisch
Frau Reichenbach Frau Kundmüller Hausmeister Franz & Franz Herr Burggraf Buddy & Frau Appel Geben von Interviews im Rahmen der Schulhaus-Rallye im Februar – natürlich auf Englisch 🙂

Ebenso möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Klasse und meinen Schülereltern bedanken. Ihr musstet in diesem Schuljahr – nicht nur wegen Corona – lange ohne mich auskommen und hattet dafür viel Verständnis. Dieses Verständnis sowie Euer tadelloses Verhalten während meiner Abwesenheit trug sehr zur Akzeptanz des Erasmus-Programms an unserer Schule dabei.

Dann richtet sich mein Dank noch an alle externen Partner, welche maßgeblich am Erfolg unseres Projekts beteiligt waren: Allen voran sind hier unsere beiden Englischlehrer Denise Herzog (Helen Doron Early English, Schloßberg) und Marcel Breil (English Training, Translation & TOEIC Test Center, Feldkirchen-Westerham) zu nennen, welche durch ihr herzliches Wesen schnell die Gunst der Kinder für sich gewannen.

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Ebenso wurden wir bei der Bäckerei Bauer in Stephanskirchen sehr herzlich empfangen und in einem ausgetüftelten, schülerorientierten Konzept in zwei Gruppen durch den Betrieb geführt. Dafür geht ein herzlicher Dank an Herrn Bauer sowie seine beiden Mitarbeiter.

Auch die Führung im Lokschuppen durch Frau Fortmeier war grandios. Wahnsinn, wie man so junge Schüler an einem späten Nachmittag in einem so speziellen Thema wie den Sauriern in seinen Bann ziehen kann – und das auf Englisch. Zugegeben, zu 100% in einer Fremdsprache wäre es nicht gegangen. Praktisch, wenn der Guide neben Deutsch auch Italienisch kann und die Übersetzungen an den passenden Stellen ungefragt hinterher schiebt.

„München? Das nehmen wir selbst in die Hand“, sagte unser Münchner Kindl Frau Landendinger sofort, als wir in unserer Erasmus-Team-Sitzung beschlossen, mit unseren Austauschschülern einen Tagesausflug in die Landeshauptstadt zu machen. Bald fanden sich zwei Mitstreiter, die zusammen mit Frau Landendinger am kindgerechten Programm feilten: zum einen ihre Mutter Angelika Landendinger und zum anderen ihre Freundin Sabine Pascale, die Italienisch spricht. Zu Dritt eigneten sie sich geschichtliches Wissen an und tüftelten eine kindgerechte, mehrstündige, sehr informative Führung aus, die uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Münchner Altstadt brachte. Damit das ganze geschichtliche Wissen auch gut zu verstehen war, gab es die Informationen in zwei Sprachen: Bayrisch für unsere Kinder und Italienisch für die Gäste. Für Euer große Engagement möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

Abschließend möchte ich die gute Zusammenarbeit mit meinen italienischen Kolleginnen Alessia Rizzo und Ombretta Crivellaro herausstellen. Auf sie ist zu 100% Verlass und sie tragen aufgrund ihrer liebevollen Art sehr zu dem guten Gelingen des Programms bei.

Bisher war das Glück auf unserer Seite. Hoffen wir mal, das das auch so bleibt und wir das Projekt trotz der Corona-Pandemie abschließen können. Für die Bewerber des 2. Projektjahres würde es mich jedenfalls unglaublich freuen.

Martina Ludsteck

5a goes international

Passend zur neuen internationalen Atmosphäre, die wir mit unserem Italienaustausch (Erasmus+: Grenzenlos – Senza limiti) an der Schule haben, nimmt die Klasse 5a gerade an zwei eTwinning-Projekten teil.

eTwinning ist ein soziales Netzwerk der Europäischen Kommission zur Vernetzung von Pädagogen aus ganz Europa und weiteren Ländern. Hier können Lehrer in einem Forum Projektideen online stellen und diese dann mit anderen interessierten Teilnehmern umsetzen.

Für das Weihnachtskartenprojekt haben alle teilnehmenden Klassen Weihnachtskarten gebastelt und mit Text versehen. Dem hohen Anteil der Grundschulklassen haben wir es vermutlich zu verdanken, dass die Karten schön bunt und kindlich waren. In vielen Briefumschlägen fanden wir auch ausführliche Beschreibungen der Weihnachtstraditionen in den jeweiligen Ländern. Hier haben wir beispielsweise erfahren, dass man in Spanien 12 Sekunden vor Neujahr 12 Weintrauben isst (für jeden Monat) oder dass man in Italien, was gar nicht so weit weg ist, die Geschenke erst am 25. Dezember auspackt. Das Lesen der Briefe macht total Spaß. Interessanterweise verstehen die Kinder nach nur drei Monaten Englischunterricht schon recht viel. Was wir noch nicht gelernt haben, wird erraten oder vom Lehrer übersetzt.

Weihnachtskartenprojekt

Beim Postkartenprojekt muss jede Klasse an alle anderen Teilnehmer drei Fotos mit Erklärung schicken. Für die Bilder haben sich die Klassen vorher auf ein Denkmal bzw. Gebäude, auf ein traditionelles Gericht sowie eine Tradition geeinigt. Wir wählten die Allianz Arena, Lederhosen & Dirndl sowie Schweinebraten. Die Allianzarena war im letzten Schuljahr bei einem anderen eTwinning-Projekt bereits hoch im Kurs, wobei ich es schaffte, die Schüler doch noch für das Brandenburger Tor zu begeistern. Diesmal siegten die Schüler, schließlich sind die Kinder auch die Hauptpersonen in diesem Projekt. Die Postkarten wurden erst in der letzten Woche verschickt, weshalb wir bisher erst aus der Türkei einen Briefumschlag erhalten haben. Wir sind gespannt, für welche Motive sich die anderen Klassen entschieden haben.

Generell dokumentieren wir unsere Arbeit im Klassenzimmer mit der Kamera und setzen für die anderen Projektteilnehmer immer wieder Fotos auf den Twinspace – einer Art Projekthomepage. Die Kinder sind jedes Mal aus dem Häuschen, wenn sie im Twinspace ein Foto entdecken, auf dem ein Kind irgendwo in Europa unseren Brief bzw. unsere Karte in der Hand hält. Ebenso ist es interessant, wenn wir Post bekommen und dann genau wissen, von welchem Kind der Brief geschrieben wurde.

Die Teilnahme an den Projekten eignet sich übrigens super, um Länder- und Städtenamen zu lernen und um sich in Europa zu orientieren. Auch Kunst- und Geschichtsstunden kann man mit eTwinning füllen (Malen der Flaggen, Bedeutung historische Gebäude)

Unser Projekt kann man im Internet verfolgen. Wer findet unsere Weihnachtskarten in den fremden Klassenzimmer wieder?

Christmas Cards:https://twinspace.etwinning.net/97722

Postcards and Mapping:https://twinspace.etwinning.net/97018

Neben dem Austausch von Briefen und Postkarten sind noch viele weitere Projekte denkbar, z.B. Anfertigung eines internationalen Kunstbildes oder Schreiben einer Geschichte, wobei jede Klasse einen anderen Teil übernimmt.

M. Ludsteck



Schülerversammlung zu ERASMUS+

Heute fand eine Schülerversammlung für alle Grund- und Mittelschüler statt. Verteilt auf drei Termine erzählten unsere Erasmus+-Schüler Deniz und Jonas sowie Frau Landendinger und Frau Ludsteck aus dem Erasmus-Lehrer-Team den Zuhörern etwas von ihren Erfahrungen in Italien. Jeder soll mitbekommen, wie glücklich wir darüber sind, dass wir an Erasmus+ teilnehmen dürfen. Wir berichteten über unsere weite Anreise, den herzlichen Empfang am Bahnhof und in den beiden Schulen, den Englischunterricht in der ersten Woche sowie das Kulturprogramm in Woche 2. Am Ende wurden die Flyer verteilt, die im Wirtschaftsunterricht von Frau Kienzl erstellt worden waren, und die Schüler der 5. bis 7. Klassen an den Infoabend am kommenden Dienstag (10.12.19, 19 Uhr, Zimmer der 5a) sowie den Bewerbungsschluss im Februar erinnert.

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Ein großes Dankeschön geht an Deniz und Jonas, die sich gerne bereiterklärten, ihre tollen Erfahrungen in Italien weiterzueben und Werbung für unser Projekt zu machen. Sie haben ihre Vorträge souverän gemeistert. 🙂

Ebenso danken wir unseren Hausmeistern Franz & Franz sowie Herrn Hofmeister, die sich im Vorfeld um die Technik kümmerten.

Nähere Informationen zu unserem aktuellen ERASMUS+ Projekt finden Sie in unserem Twinspace auf eTwinning.

M. Ludsteck

Otfried-Preußler-Mittelschule Stephanskirchen startet ERASMUS+-Projekt

Am 1. September war es endlich soweit: Die Grund- und Mittelschule Stephanskirchen startete als eine von nur acht Mittelschulen in Bayern ihr zweijähriges internationales Austauschprojekt im Rahmen des Erasmus+-Programmes mit einem italienischen Schulverbund in Argenta in der Nähe von Bologna. Unter Anwesenheit von Bürgermeister Rainer Auer und Schulrätin Marion Zoudlik sowie des Kollegiums der Schule wurde in einer feierlichen Stunde die offizielle Plakette in der Aula der Schule angebracht.

Die meisten Leute kennen Erasmus+ nur im universitären Kontext; tatsächlich vereint Erasmus+ sieben zuvor separate Programme und ermöglicht durch umfangreiche  finanzielle Unterstützung mehr als vier Millionen Europäern, z.B. Studenten, Schülern oder Lehrpersonal, im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Erasmus+ unterstützt dabei keinen klassischen Schüleraustausch, der nur aus Besuch und Gegenbesuch besteht, sondern Projekte mit Zielen im Sinne des Programmleitfadens, bei denen auch zwischen den sogenannten „Mobilitäten“ Projektaktivitäten in den jeweiligen Schulen stattfinden. Insgesamt können sich in einem Projekt bis zu sechs europäische Schulen miteinander verlinken, wobei die Schule in Stephanskirchen erstmal klein anfangen wollte.

Ein möglicher Partner für die OPS war schnell gefunden, da die italienische Schule über Susi Kurz – frühere Gemeindeassistentin im Pfarrverbund Prutting-Schwabering und jetzt Religionslehrerin in Italien – schon vor zwei Jahren einen Kontakt mit der Schule in Stephanskirchen herstellte. Ebenso fand sich schnell ein Projektthema, da beide Schulen die interkulturelle Kompetenzen ihrer Schüler, darunter vor allem die Sprechfähigkeit in Englisch, Empathiefähigkeit und Konfliktbewältigung, erhöhen möchten, um sie auf künftige interkulturelle Begegnungen – auch im schulischen Kontext – besser vorzubereiten. Dazu wird es in den zwei Jahren insgesamt vier je zweiwöchige Schülerbegegnungen geben – zwei in Italien und zwei in Deutschland, wobei die Unterbringung jeweils in Gastfamilien erfolgt. Bei jedem Besuch findet in der ersten Woche ein Englisch-Intensivkurs in landesgemischten Kleingruppen statt, der von den italienischen und den begleitenden deutschen Lehrern sowie externen Sprachtrainern durchgeführt wird; die zweite Woche ist gefüllt mit einem Kulturprogramm. In den Monaten zwischen den Mobilitäten fertigen die Schüler einen Reiseführer über die Gegend der Partnerschule an – im Fall der Stephanskirchener über die Region Emilia-Romagna, wobei sich die Teilnehmer der Partnerschulen über die Online-Platform „eTwinning“ gegenseitig absprechen und unterstützen. Dabei verbessern sie nicht nur ihre Englischkenntnisse, sondern üben sich auch in Gestaltung und im Umgang mit Medien. Damit möglichst alle Schüler von dem Projekt profitieren, wird es in den nächsten beiden Jahren gegenseitige Unterrichtshospitationen in Italien und Deutschland sowie diverse Fortbildungs-maßnahmen geben.

Die nötigen Absprachen mit dem Kollegium und der italienischen Schule, sowie die Antragstellung waren für den Erasmus+-Neuling zwar sehr langwierig und zeitintensiv; umso mehr freute sich die Schulfamilie der OPS dann über die Bewilligung des Antrags im Juli dieses Jahres. Nachdem sich beide Schulen über das Programm einig waren, fehlten letztendlich nur noch die Bewerber, die gar nicht so leicht zu finden waren – und das, obwohl das Programm für die Schüler völlig kostenlos ist. Umso mehr freuten sich die verantwortlichen Lehrkräfte über knapp 20 sehr wissbegierige und mutige Bewerber, von denen im ersten Projektjahr letztlich elf am Austausch teilnehmen können.