Offene Ganztagsschule OPS – Schulkino

Ein Highlight für die Schüler*innen der fünften und sechsten Klasse der Otfried-Preußler-Schule fand am 28.Juni statt: knapp 100 Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis dreizehn Jahren wurde zum Schuljahresende ein großartiger und gemeinsamer Kinobesuch im Rosenheimer Kino KINOPOLIS ermöglicht. Ursprünglich nur für die Kinder der offenen Ganztagsschule als Abschluss der Nachmittagsbetreuung des Schuljahres 21/22 gedacht, schlossen sich die Klassenleitungen aller fünften und sechsten Klassen der OPS für einen gemeinsamen Ausflug an. Perfekt organisiert, starteten die Schüler*innen bei schönem und nicht zu heißem Wetter mit ihren Klassenlehrer*innen und dem oGTS Personal zu Fuß in die Rosenheimer Innenstadt. Nach einer knappen Stunde kamen die motivierten und super disziplinierten Klassen am KINOPOLIS an und beschlagnahmten einen ganzen Kinosaal nur für sich.

Ein Saal, nur für uns!

Der Film “Geschichten vom Franz” von Johannes Schmid begeisterte als Komödie die jungen Zuschauer*innen. Mit dem Bus ging es dann zufrieden und gut gelaunt wieder zurück an die Schule.

C. Perl

Ab in die Eiszeit

„Fasten your seatbelts, Klasse 5a!“ Ab in den Bus – Linie 9474, Rosenheim Zentrum – ab in die Zeitmaschine, ab in die Würmeiszeit. Diese begann vor ca. 115.000 Jahren und endete vor ca. 10.000 Jahren, feiert nun aber ihr einmaliges, zeitlich begrenztes Revival im Lokschuppen Rosenheim, mit der Ausstellung „Eiszeit“. Schon damals lebte der heutige Mensch, der Homo sapiens sapiens, in Europa und damit auch in der Region Rosenheim, wie wir bald feststellen werden.

Im Lokschuppen angekommen, starten wir unsere Reise in die Vergangenheit und werden direkt empfangen, nicht von Sid und Manni, sondern von zwei „Eiszeitmenschen“. Ganz überraschend für die Schüler*innen haben die beiden dunkle Haut, sind in leichtes Leder gehüllt und mit Ketten und Bartschmuck behangen. Nein, die Menschen in Europa sind nicht von Anfang an weiß. Die hellere Hautfarbe soll sich erst später, aufgrund einer evolutionären Anpassung an das weniger sonnenreiche Europa, bilden. Und nein, es ist nicht immer so kalt, dass die Menschen der Eiszeit in dickem Fell herumlaufen müssen. Aber ja, auch der Eiszeitmensch legt Wert auf sein Äußeres und schmückt sich.

Bei unserer Reise durch die Eiszeit – von Frühling, Sommer, Herbst bis hin zum Winter (mit einer Dauer von 8 Monaten die am längsten andauernde Jahreszeit) – begegnen wir nicht nur den imposanten Mammuts, sondern auch gefährlichen Höhlenlöwen und Wollnashörner, die durch unsere Heimat ziehen. Sogar Nilpferde können wir beobachten, die ihre großen Hauer präsentieren. Lieber schnell weiter gehen und schon sind wir im Lager der Eiszeitmenschen angelangt. Wir werfen einen raschen Blick hinein und sehen wie nah an den Elementen und im Einklang mit der Natur-, Pflanzen- und Tierwelt die Eiszeitmenschen leben. Pflanzen werden zur Heilung von Wunden oder Krankheiten verwendet, Knochen und Häute zur Herstellung von Werkzeug, aber auch filigranen Kunstwerken genutzt.

Im Anschluss an unseren Ausflug in die vier Jahreszeiten der Eiszeit, dürfen die Schüler*innen noch selbst handwerklich tätig werden und unter Beweis stellen, ob sie auch so geschickt sind, wie unsere zwei Freunde aus der Eiszeit. Im Schweiße ihres Angesichts stellt ein jeder seinen eigenen „Eiszeit-Beutel“ her. Ein praktisches Utensil zur Aufbewahrung unterschiedlicher Dinge. Manch einer funktioniert ihn gleich zum modernen „Münzbeutel“ um, bevor wir schließlich Fluchs wieder in unsere Zeitmaschine – Buslinie 9497 nach Stephanskirchen – steigen müssen, um wieder in der Gegenwart, post 10.000 Jahre nach der Eiszeit zu landen.

Unsere kleine Zeitreise hinterlässt am Ende des Tages herrliche Bilder in unseren Köpfen – von großen Prärien mit wilden Tieren und massiven Gletschern, welche uns die wunderschöne, abwechslungsreiche und prächtige Landschaft unserer Heimat bescherten.

S. Landendinger, Klassenleiterin Klasse 5a

Thema: Gesundheit und Nachhaltigkeit – Die Klasse 4a berichtet

Gesundes Quellwasser aus Leonhardspfunzen

Am 19.10.2017 besuchte die Klasse 4a von Frau Renate Penninger gemeinsam mit der Übergangsklasse von Frau Stefanie Scher,  beide an der Otfried-Preußler-Schule  Stephanskirchen, im Rahmen der Projektwoche „Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit“ die Flaschenabfüllanlage der Leonhardsquelle. Dort wird seit nunmehr zwei Jahrzehnten Quellwasser aus mehreren aktiven Quellen der Region zum Verkauf in ganz Deutschland und darüber hinaus aufbereitet.

Die Klasse 4a und die Übergangsklasse durften den gesamten Verlauf der Flaschenabfüllung während der laufenden Produktion in allen Einzelheiten beobachten.

Der Ablauf der Quellwasserabfüllung zeigte sich den Kindern folgendermaßen:

  •  Zunächst werden das durch Kunden angelieferte Leergut, sowie die gebrauchten Kästen in einer riesigen Waschmaschine mit Essigessenz und durch Erhitzen keimfrei gemacht.
  • Der Flascheninspektor, ein hochtechnisierter Roboter, prüft die Sauberkeit der gereinigten Flaschen und sondert bei Bedarf fehlerhaftes Material zum Recycling aus.
  • Für einwandfrei befundenes Leergut wird in mehrere, getrennte Produktionsschleifen geschleust.
  • In jeder Produktionsschleife wird Wasser aus einer anderen heimischen Quelle aus dem Umfeld der Manufaktur verfüllt und mit einem eigenen Etikett und einem Deckel unterschiedlicher Farbe gekennzeichnet. Dieser wird von einem Roboter aufgeschraubt.
  • Eine weitere Maschine hebt mit Hilfe von Hydraulik immer sechs Flaschen in einen Kasten.
  • Zum Schluss werden die Kästen noch palettiert, d.h. auf Paletten gehoben und zum Transport fertig gemacht.
  • Ein Gabelstapler hebt die erwünschte Anzahl der Paletten in die Lastwagen der Kundschaft.

Die Kinder der Otfried-Preußler-Schule Stephanskirchen durften anschließend alle Wasserarten aus dem Angebot der Leonhardsquelle hintereinander unter fachkundiger Anleitung verkosten. Jeder Anwesende fand sein eigenes Lieblingswasser heraus. Zum Abschied erhielten die Gäste noch eine kleine Flasche Quellwasser als Kostprobe zum Geschenk. Aber auch die Selbstabfüllung in mitgebrachte Flaschen war möglich. Bei Quellwasser handelt es sich um ein gesundes Naturprodukt, das mit vielen lebenswichtigen Mineralstoffen angereichert ist. Bei ihrem Besuch der Leonhardsquelle konnten die Kinder hautnah erleben, welcher Schatz sich zu Füßen des Schlossberges verbirgt.

Besuch bei Obstverwertenden Genossenschaft Rohrdorf (ORO)

Eine Woche später durften die Schüler der Klasse 4a und die Übergangsklasseklasse noch einmal ausrücken, um einen ähnlichen Vorgang in Rohrdorf bei der Obstverarbeitenden Genossenschaft in Rohrdorf zu inspizieren.

Dabei fragte Louis aufgrund seiner Vorkenntnisse verwundert: „Warum geht hier nichts voran?“

Herr Joachim Wiesböck, der die Führung persönlich leitete, bedauerte: „ Leider gibt es aufgrund des späten Frostes im Frühjahr heuer zu wenige Äpfel. Die Produktion steht gerade still. Auch machen sich immer weniger Menschen die Mühe, die Äpfel aufzuklauben und vorbeizubringen!“

 So gab es heuer leider auch zur Verkostung keinen so begehrten frischgepressten Apfelsaft, sondern Kinderpunsch aus der Flasche aus einer früheren Produktion.

Wirklichkeitsnäher kann man jungen Menschen nicht vermitteln, was Nachhaltigkeit wirklich bedeutet. Die Kinder wünschen sich nun von den Erwachsenen aus der Region, möglichst viele Äpfel zur ORO zu liefern, damit noch mehr Kinderpunsch hergestellt werden kann.

Ein Glück, dass es schon zu Kirta zum Auftakt des Projektes frische Äpfel aus dem Garten der Lehrerin für jedes Kind gegeben hat. „Die Sorte Winterrambur, die ich zur Geburt meiner Tochter vor 20 Jahren gepflanzt habe, hat etwas später geblüht. So war mir ein ganzer Baum davon beschert, den ich mit den Kindern teilen konnte“ , erklärte sie. Herr Wiesböck hatte dieselben Erfahrungen mit dieser Sorte gemacht.

Renate Penninger, Klassenleiterin 4a

 

 

 

Winterausflug zur Käseralm – ein Rodelmärchen

Am 20. Januar nutzten die Klassen 5c und 6b das traumhafte Winterwetter, sowie die idealen Schneebedingungen und machten sich gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen auf den Weg zum Samerberg. Furchtlos und nahezu perfekt ausgestattet mit warmer Kleidung (bei -10°C… „brrrr“), Rennschlitten, -bobs, und -poporutscherl musste der Berg zunächst bezwungen werden, bevor es an den spaßigen Teil gehen konnte.

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Beim Aufstieg wurde die Rodelstrecke genauestens inspiziert, um jegliches Gefahrenpotential auszuschließen. Glücklicherweise konnten ideale Rodelbedingungen vorgefunden werden: Eine geradezu perfekte Schneedecke zum Bremsen und Lenken der Rennrodel, dazu noch Sonnenschein… Rodlerherz was willst du mehr!?

Nach einem ca. einstündigen Aufstieg kamen die hochmotivierten Rodler an der Käseralm an.

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Bevor sich alle auf ihren Gefährten wieder talwärts stürzten, gab es erstmal eine ordentlich kräftigende Brotzeit und warme Getränke auf der Alm. Die Spannung in der Hütte vor der bevorstehenden Abfahrt war zum Greifen nahe, die Luft flirrte vor Anspannung und als die letzte Rechnung beglichen war, gab es kein Halten mehr.

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Die aufgeregte Schülerrodlermeute stand so flux in den Startlöchern, wie Rennpferde in ihrer Startbox. Das Rodelderby konnte beginnen. Ausgebremst wurden die Schüler nur von der Rodelpolizei alias Fr. Landendinger, die für Ordnung und Sicherheit auf der Rennstrecke sorgte. Fr. Scheer als Nachhut, betreute die etwas zaghafteren Rodler und sammelte vom Weg abgekommene auf.

Unten angekommen, strahlten die Rennrodler voller Glück und der ein oder andere konnte nicht davon abgehalten werden, die letzte Steigung nochmals zu erklimmen, um sich ein weiteres Mal ins Rodelvergnügen zu stürzen.

Alles in allem ein gelungenes Wintervergnügen, zum Glück ohne Verletzte, aber mit einem Haufen begeisterter Rennrodlern.