Projektwoche zur Kreativitätsförderung

KMS – Kunst, Musik, Sport  – und das eine ganze Woche lang,

war diese Woche das Motto an unserer Schule. Dazu wurde von Montag bis Freitag der Klassenverband nach der Pause aufgelöst, um sich in verschiedenen Kursen kreativ, sportlich oder musisch zu betätigen. Vor allem ging es auch darum, mal etwas ganz Neues auszuprobieren, wie beispielsweise die Anfertigung von Halsbändern fürs Dirndl, die Herstellung von Perlen und anderen Objekten aus Altpapier oder das Musizieren in der Gruppe  und Singen in einer Band.

Dass die Förderung der kreativen Anlagen ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Schullaufbahn sein kann, hat John Hattie`s Studie “Visible Learning” unlängst aufgzeigt. Für uns war dies Anlass genug, verborgene Talente in unseren Schülern zu entdecken und Anreize für neue Betätigungen auszuprobieren.

Folgende Kurse standen zur Auswahl:

Kreativer Bereich

  • Origami
  • Schlüsselanhänger nähen
  • Basteln mit Altpapier
  • Turnbeutel bedrucken
  • Theater
  • Pop-up-Karten
  • Papierflieger
  • Untersetzer basteln
  • T-Shirt-Prints
  • Kalender erstellen am Computer
  • Korbflechten
  • Drahtbäumchen
  • Goldstickerei (Kropfband fürs Dirndl)

Musischer Bereich

  • Trommeln
  • Musikband
  • Religiöse Lieder
  • Blasmusik
  • Lagerfeuerlieder

Sportlicher Bereich

  • Kartenspiele
  • Eislaufen
  • Fußball
  • Bouldern
  • Tennis
  • Tanz
  • Brettspiele (z.B. Schach)

Der Freitag wurde dazu genutzt, angefertigte Werke in einer die Woche abschließenden Schülerversammlung auszustellen bzw. vorzuzeigen.

Nachdem unserer Schule die Förderung in den Fächern Kunst, Musik und Sport ein besonderes Anliegen ist, bleibt es spannend, was die Auswertung der Befragung zur KMS-Woche ergeben wird.  Die Ergebnisse dienen der Weiterentwicklung unserer speziellen Begabungsförderung in den kommenden Schuljahren.

M. Ludsteck

UNESCO-Projektwoche „Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit“

Im Rahmen der Projektwoche „Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit“ besuchten die dritten und vierten Klassen das Bauernhausmuseum in Amerang und nutzen dessen vielfältiges Angebot zum Thema. Die Klasse 4a richtete im Rahmen der Teilnahme am Regierungsprojekt: „Trinkwasser – der Schatz unter unseren Füßen“ ihr besonderes Augenmerk auf den Umgang mit Wasser in früherer Zeit.

Einer der Schüler, Alfons, beschreibt in seiner Reflexion den Ausflug folgendermaßen:

Im Bauerhausmuseum Amerang

„Heute waren wir mit den dritten und vierten Klassen im Bauernhausmuseum Amerang. Erst lasen wir von einer Tafel, dass das Bauernhausmuseum schon über 40 Jahre alt ist. Danach gingen wir zur Sägemühle. Dort sahen wir riesige Sägeblätter mit denen früher Baumstämme zersägt wurden. Anschließend gingen wir in eine Aschauer Bauernhaus, in dem wir einen Film über das Wegtransportieren von einem Bauernhaus angeschaut haben. Dann machten wir eine kurze Esspause.

 Danach rannten wir zum Haus gegenüber. Dort stand ein Brunnen mit einer Tür. Diese war oberhalb so, dass die kleinen Kinder nicht hinunter fielen und dass keiner das Wasser vergiften konnte.

Im Haus angelangt musste wir auf ein Blatt Papier gedruckte Fragen beantworten. Draußen war ein Garten, der für 10 Personen reichte. Gleich gegenüber vom Garten war ein großer Ofen, so groß, dass eine alte Großmutter hineinpassen würde.

Anschließend gingen wir zum Vierseithof. Dort schauten wir uns den Kuhstall an. Da kam eine sehr nette Führerin, die zeigte uns zuerst, wie man Flachs verarbeitet. Erst wird der Flachs durchgekämmt, dann wird er gebrochen, nach dem Brechvorgang sieht man so eine Art Fäden. Den Flachs legt man dann auf den Schwingbock. Dort wird so lange geschwungen, bis kleine holzige Bestandteile gebrochen werden. Danach wird der Flachs gehechelt und am Schluss gesponnen.

Danach wollten wir in die Seilerei gehen. Da sahen wir ein riesiges Bienenhaus, das schon zweimal gewandert ist. … Die Seilerei kommt vom Schlossberg an der Stelle, wo jetzt der Schuh Kiendl ist. Am Schluss haben wir uns den Vierseithof noch einmal genauer angeschaut. Dort hat früher ein reicher Bauer gelebt. Im Vierseithof war ein weiteres Taubenhaus und die Stube war mit Sesselkamin und Petroleumlampe ausgestattet. Am besten hat mir das Armenhaus gefallen. Dieses Haus hat statt Glasscheiben die Blase von einem Schwein. Den Ofen konnte man von der Stube aus heizen. Die Menschen schliefen in Schränken, so heißen die Betten. Das war ein schöner Tag.“

Sophia hält dagegen: „…Am besten hat mir das 200 Jahre jüngere Haus gefallen, da man bessere Arbeitsgeräte hatte!“

Leonie fügte hinzu, dass „… die Säge mit Wasser betrieben wurde.“ Valentina ergänzte: „… auf einer Treppe konnten wir zum Bach runter gehen und das Antriebsrad betrachten. …“

Oliver beschreibt noch expliziter: „ Dort gab es einige platzierte Fachwerkhäuser, die alle aus anderen Dörfern stammten. Doch es ist sehr schwierig und kompliziert, sie von einem Ort zum anderen zu schaffen. Dazu gab es Kräne und Transporter, die die schweren Mauern mitnahmen. Dies dauerte Jahre, um sie ab und wieder aufzubauen. …“

Vincent: „… Übrigens gab es einen großen Teich. Der diente zum Fische fangen und zum Löschen…“

Julian hat sich gemerkt: „… Frau Penninger hat uns erklärt, was ein Bundwerk ist. ..“

Johannes bewunderte die „Mausefallen“.

Linda hat „ …Gänse und Schafe  gesehen.“

Und Anna beschreibt eine rührende Geschichte: „…von einem Bienenhaus, das aussah als ob es eine Villa wäre. … Ein Bauer liebte seine Bienen so sehr, aber das Problem war, dass er geheiratet hat. Darum zogen sie um. Die rettende Idee war, das Bienenhaus mitzunehmen. Aber das Zuhause der Bienen wurde dann nicht mehr gebraucht und in das Bauernhausmuseum gebracht…“

Raphael: „…Ich glaube, wir alle haben viel gelernt…“

Sebastian: „… Der Ausflug heute hat mir sehr gut gefallen….

Lukas: „Als ich  zu Hause war, habe ich es meinen Eltern erzählt, wie schön es war.“

Renate Penninger, 4a