Präventionstheater für Kinder – Trampelmuse

Die Otfried-Preußler-Schule hat sich als „unesco-projekt-schule“ verschiedenen Leitlinien verschrieben, deren Werte von der Schulfamilie hochgehalten werden. Dazu gehört, laut Vorgaben der UNESCO: Das Vermitteln von Kenntnissen über Verfahren der individuellen und gesellschaftlichen Konfliktbewältigung; das Lernen, andere Perspektiven einzunehmen und Empathie zu entwickeln; Respekt, Toleranz und Wertschätzung als Grundeinstellung zu entwickeln und danach zu handeln.

Da eine rein theoretische Vermittlung dieser Werte schwer ist, bekamen die Lehrkräfte der fünften und sechsten Klassen dafür Unterstützung durch das Präventionstheater „Trampelmuse“.

„Die Trampelmuse“, ein Kinder- und Jugendtheater mit pädagogischem Schwerpunkt, das als mobiles Theater gebucht werden kann, behandelt für Schüler brisante Themen. Diese werden dann in kurzen, schauspielerisch dargestellten Episoden, kind- und jugendgerecht vorgeführt.

Mit dem in der OPS inszenierten Stück „Herz Dame – Schwarzer Peter – Full House“, sollen die Schüler für Mädchen- und  Jungengewalt sensibilisiert und zur Zivilcourage ermutigt werden. Zur Vorbereitung wurden vor der Aufführung in allen Klassen komplexere Begriffe wie z.B. „Mobbing“ und deren Bedeutung besprochen, um ein besseres Verständnis des Stückes bzw. der Szenen zu gewährleisten.

Am 30. November war es dann soweit. Die Schüler fanden sich gespannt in der zu einem Amphitheater umgebauten Turnhalle ein. Dort wurde ihnen dann eine Form von Theater präsentiert, bei der, sie aktiv mitwirken durften. Indem sie die Schüler in die Szenen integrieren, holen die Schauspieler der „Trampelmuse“ sie aus ihrer oft auch im Alltag passiven, beobachtenden Rolle heraus, fordern sie zum aktiven „Einmischen“ auf und leiten sie dabei an. Die Kinder erlernen so auf spielerische Weise und in geschütztem Raum Strategien, die sie im Ernstfall anwenden können. Mit Hilfe dieser Handlungsstrategien können die Kinder zu einem friedlichen Miteinander sowohl in der Schule als auch außerhalb beitragen.

Den Schülern der fünften und sechsten Klassen bereitete die aktive Teilnahme am Theaterstück sichtlich Freude. Auch nach der Aufführung waren die Themen und Inhalte des Stückes noch lange Gesprächsgegenstand, sowohl unter den Schülern als auch in den Klassenverbänden.

In den Klassenzimmern wurde das Stück anschließend auf die eigene Klassensituation hin reflektiert und nachbesprochen.

S. Landendinger